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Der Audiogourmet empfiehlt:
27.10.2007:Abtanzball 3 im Jugendheim Lähden - Corvus Morti(s), Civilcourage, Nutellica, Asthmateufel 02.02.2006 The Secret Machines, Foo Fighters – Alsterdorfer Sporthalle Hamburg 14.01.2006 – Asthmateufel, Civilcourage, Dimple Minds – Jugendheim Lähden 13.12.2005 Pale, Orange Malz – Skate Hall Osnabrück 03.12.2005 Adventure-Festival in der Nordseehalle/ Emden 13.04.2005 The Hives - Bielefeld Ringlokschuppen 03.07.2004 ärzte, beatsteaks, h-blockx 23.05.2004 nofx, utters, exposies 15.04.2004 rx bandits 09.03.2004 caliban, the forsaken 22.11.2003 civilcourage,dimple minds, tweestar 20.-22.06.2003 Hurricane-Eine Beschreibung 14.05.2003 kokon
Gedanken eines Kranken
Geriatrischer Bevölkerungshass
Die Stories
Der Audiogourmet empfiehlt:
27.10.2007:Abtanzball 3 im Jugendheim Lähden - Corvus Morti(s), Civilcourage, Nutellica, Asthmateufel
Na das ging ja mal wieder gut los! Zum 3. Mal hatten die Civis zum Abtanzball in den größten Laden in Lähden eingeladen der nicht zur Konservierung alter Rinderzungen dient. Und was machen wir Idioten die schon die letzten Tanztees nur so gerade überlebt haben und jetzt ne 24-Stunden Windel tragen? Lassen wir uns doch einfach so ablenken von dem Projekt ne Sau zu züchten die nur aus Speck besteht. Und mit was? Mit Recht! Diesmal aber ohne Vorsaufen, denn der aberwitzige Plan ist dass man sich dann noch an die Zeit nach 21 Uhr erinnern kann wenn man nicht schon vor 14 Uhr mit der Ballerbrühe anfängt. Ziemlich doofe Idee, aber das sind die SK Brockens nun mal: Ziemlich gut aussehend! Also direkt nach der Vorabendmesse (bzw. dem Gina Wild Marathon für die Nicht-Messdiener) an den Spochtplatz und in den Ohrmalträtierungstempel. Aber was liegt denn da auf dem Weg? Eine kleine Kneipe in der auch noch aromatisiertes gefrorenes Wasser vertickt wird? Könnte man da nicht noch kurz auf ein Pils für den Weg reinschneien, schließlich wird die Schlange vor dem Jugendheim endlos sein und es mindestens noch 8 Minuten dauern bis die Gerstenschorle den Schlund benetzt! Also rein und in selbem Moment wieder raus. Denn was tat der Wirt unmenschliches in seinem perfiden Plan unschuldige Rockmaiden davon abzuhalten mit einem Nietengürtelträger auf seiner Toilette einen künftigen Dosenbierstecher zu zeugen? Haut eine fette Leinwand mit Beamer in die Tränke um das debile Antlitz Hansi Hinterseers überlebensgroß zu projizieren. Ade, werte Netzhaut! Gibt es eben keine Rekordumsatz an diesem Tag in diesem Lokal, dafür einen zweiten Kühlwagen von den Metal-Priestern. Also ab an die Theke. Und nu kommt der verschwommene Teil des Abends. Womit erstens bewiesen ist dass Nicht-Vorsaufen schon mal gar nichts bringt und man zweitens ohne Erinnerung auch nen netten Abend haben kann. Sollten also ein paar Details nicht so hinhauen kann dass daran liegen dass die meisten Brocken keine Erinnerung mehr haben (die Bierpreise! Wer kann denn nen Karton für 24 Mark verkaufen?!) ab den ersten Takten von Nutellica und dass die Wurst die sich diesen Quark aus den Griffeln krajohlt an dem Abend auf ner ganz anderen Veranstaltung war. Aber egal, man hat ja seine Leute und Fotos! Angefangen sind somit möglicherweise „Corvus Morti(s)“. Was soll man sagen? Weiße Anzüge und ein Name der nicht sehr plattdeutsch klingt? Typen aus ner Weltmetropole, Typen aus Lahn. Die Raben spielten ein schönes Brett (jaha, das wussten selbst noch die Brocken! Da hatte der Jägermeister noch nicht zugeschlagen). Dankenswerterweise hatten sie sich genau wie die Asthmateufel bereit erklärt für lau zu spielen. Und noch jeden Scheiß in sich reinzustopfen! Cliffiboy, Basser Of Evil, stopfte sich am kalten Buffett (sehr kalt: es gab Bananen mit Senf und Birnen mit Ketchup -> ungelogen!) so voll dass nur noch der Huntermaster was retten konnte. Na ja, was noch davon übrig war nachdem Zille beschlossen hatte sämtliche Flüssigkeiten nur noch aus direkt aus der Nuckelpinne zu saugen und das nicht nur auf Bier bezog sondern auch Kräuterlikör und Schnaps von übern Teich (Whiskey). Schlechte Erfahrungen mit Groupieherpes gemacht? So kriegt er es jedenfalls nur untenrum verwarzt, hat ja auch Vorteile. Jedenfalls spielten die Kapellen somit für umme und die Civis sind seit November im Lähdener Porscheclub. Echte Füchse! Nicht so klug aber einen schönen Busch am Rohr. Direkt danach torkelte also Civilcourage auf die Bühne. Jene famosen Recken die uns alle 2 Jahre Musik abseits vom Schützenplatz hinholen. Klose war zwar etwas angeschlagen weil er erst 2 Stunden vorher aus Thailand kam „um dort die Menschen näher kennen zu lernen“, aber nachdem der erste Tropfen aus der braunen Flasche seine Lippen benetzte konnte er die Wall Of Sound anschmeißen und stellte einen neuen Pilsbierrekord auf der Bühne auf. Sie spielten ihre Klassiker in einer derartigen Perfektion dass die Plattenchefs der Alkiade sie direkt an Abend noch buchten. Oder sie machten die armen Leute so betrunken dass diese aus lauter Verzweifelung einen Auftritt anboten. So oder so, die nächsten 22 Jahre spielt Civilcourage auf dieser Trinkeramateurveranstaltung. Während die letzten Lebenszeichen aus den Brockens wichen (nur ein einziger eisenharter Metallicafan ohne Mosch-Haare kann sich noch erinnern) erklangen die ersten Melodeien der Brotaufstrichrocker aus der Stadt wo der VFL wohnt und der BVB nächstes Jahr spielt. Wäre das Pils nur nicht so günstig gewesen und mit seinem alten Kumpel Jägermeister verkauft worden. Oder stattdessen heiße Milch mit Honig. Und mit Milch meine ich Tequilla und mit Honig meine ich noch mehr Bier! Aber auch so: Gänsehaut! Als wäre Metallica selbst auf der Bühne ohne den Aufwand mit Lifta, Tropf und Toilette an jedem Platz dem man mit so alten Kapellen nun mal hat. Wer klug ist bucht also Osnabrücker und bekommt noch ne Combo mit Alkoholverzehr und ohne Doppelherzsucht. Die Perlen kommen natürlich zum Schluß: Asthmateufel! Gerade von der letzen Aufzeichnung von „Melodien für Millionen“ mit Dieter Thomas Heck zurückgeeilt auf den Hümmling spielten die Heavy Metal Elfen so wunderschön dass die Menschen spontan beschlossen die Uhren zurückzudrehen und den akustischen Zauber noch eine weitere Stunde auf ihre nackten und schwitzenden Körper wirken zu lassen. Somit waren nicht nur die Mucker zufrieden, weil betrunken, auch der Gauleiter der Lähdener Landjugend und somit der Veranstalter war hochzufrieden. Schließlich hatten über 300 Leute gelöhnt um sich den Schmalz aus den Ohren dröhnen zu lassen und die Pizzabude anzustecken. Nur ein Idiot oder Bionadetrinker würde jetzt glauben dass der Abend zu Ende war. War ja noch dunkel! Und halb angetrunken nach Hause gehen wäre ja rausgeschmissenes Geld. Schließlich brauchen die Veranstalter die Kohle dringen um den Schweinstall zu Hause um 14 Etagen aufzustocken und die Civilcourage-Arena in die Pampa zu setzen. Damit der nächste Abtanzball ne Woche gehen kann. Leichten Herzens schleppten wir also unsere zerschundenen Körper wieder an den Ausschank um die kurze Zeit bis zur Frühmesse sinnvoll zu überbrücken. Filmriss ole!
Fazit:
Wieso gibt es die Veranstaltung nur alle 2 Jahre in unserer schönen Gemeinde? Möglicherweise weil man bis dahin wieder aus der Entgiftung ist, aber habt Mitleid mit uns! Nicht mehr so lange warten lassen!
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Gedanken eines Kranken
Geriatrischer Bevölkerungshass
Werter Leser, kennst Du eigentlich die größte Gefahr die derzeit unseren Way Of Life Bedroht? Im Moment breitet sich in unserer Altersgruppe (also der Menschen um das 25 Lebensjahr herum) eine gewisse Grundhaltung der Abneigung gegenüber den sehr viel Jüngeren heraus. Damit meine ich genau die Menschen, die unseren Lebensbereiche besetzen und in Anspruch nehmen. Bereiche wie die Zeltfeten am Wochenende, die doch eigentlich das Salz in der Suppe sind (natürlich nur für den eingefleischten Emsländer, bzw. seines bundesdeutschen Pendants in der Form des normalen Typens aus der Provinz) und vom harten Alltag (*hust*) ablenken sollen. Sollten. Denn die Wirklichkeit sieht ja inzwischen ganz anders aus. Die Feten sind einfach nicht mehr dieselben, weil das gewohnte Publikum, das man kannte, inzwischen scheinbar lieber zu Hause bleibt und „Wetten Dass..?“ guckt. Der fehlende Bereich wird dann von den Baggy-Pants Typen mit Oberlippenflaum ersetzt. Gespräche über Manowar fallen Gesprächen über Jay-Z und Goldketten zum Opfer. Oder über Motorroller. Alles zum Kotzen, aber wahrscheinlich haben die Alten das genauso gesehen als wir auf der Bildfläche auftauchten.
Aber darum soll es hier an dieser Stelle gar nicht weiter gehen. Denn die wahre Gefahr der Zerstörung unserer Lebenskultur droht uns nun mal gar nicht von dieser Seite. Die oben genannte ist viel zu offensichtlich und keine Gefahr da, weil allgegenwärtiges Gesprächsthema und unter Aufsicht. Nein, die Probleme kommen viel mehr von oben. Ich spreche von Rentnern. Den Teufeln des Alltags. Langsam aber sicher machen sie sich die Welt immer weiter Untertan und uns damit das Leben zur Hölle. Nur mal ein paar Beispiele aus dem Alltag:
-Der Teufel aus der Mensa- Cafete
Dieser Mann ist wirklich die Hölle. Die Erscheinung des von der Univerwaltung euphemistisch „Seniorenstudenten“ bezeichneten Unwesens an den Unis nimmt immer grausamere Züge an. Anfangs waren es einfach nur ein paar Typen die stumm in den Vorlesungen saßen. Aber das war nur Tarnung. Die wollen uns fertigmachen! Das fängt mit der Beschlagnahme des Kopierers an. Klar, wer nur noch 2 Wochen zu leben hat und in der Zeit noch schnell Byzantinistik oder Astrophysik studieren muss hat nicht die Zeit wie die anderen Studies geduldig zu warten, sondern schmeißt der Warteschlange pulverisierte CoregaTabs in die Augen und steht ganz fix am Automaten während die Normalos mit brennenden Augen krampfend am Boden liegen. Oder der tägliche Kampf um die Zeitung. (Dazu muss man wissen, dass im Café ein paar Zeitung ausliegen die ein jeder schön durchlesen kann). Geht nur nicht, den ER ist immer schon da. Die einzige Lebensaufgabe dieses Literaturtyrannen scheint es zu sein mir die Mittagspause zu versauen. Beispiel: Da trifft man sich zum Essen und sieht aus dem Augenwinkel wie der Greis des Grauens sich schon mal mit der Zeitung unterm Arm auf den schönsten Platz setzt. NACH dem Essen kommt man dann selber ins Café um den Koffeinspiegel wieder auszugleichen und kann feststellen, dass er in der halben Stunde genau bis Seite 2 gekommen ist. KEIN WITZ!! Der Mann liest die Zeitung nicht, der prägt sich jeden Buchstaben einzeln ein. Und warum? Um es der verfluchten Jugend mal zu zeigen nehm ich an. Das geht jeden verdammten Tag nun so. Keine Chance mal selber einen Blick reinzuwerfen.
- Die Badefaschisten
Von denen gibt es jeweils eine männliche und weibliche Variante. Die Frauen scheinen sämtlich ihr Haupthaar eingebüßt zu haben und tragen statt dessen eine topmodische Gehirnzellenkarosse aus Gummie mit kleinen Blütenapplikation. Passend zum Badeanzug. Wirft ein Epileptiker auf diesen einen Blick sorgt das Muster für nen schönen Instant-Death. Sie sehen das Schwimmen mehr als eine Art Kaffeekranz im Wasser an. Wenn sie sich also zum xten Mal erzählen wie man aus alten Kartoffelschalen noch nen leckeren Stracciatellapudding zaubern kann, blockieren sie sämtliche Bahnen. Denn die reden nicht am Beckenrand, sondern schwimmen mit 30 cm/h nebeneinander auf 8m Breite. Überholen unmöglich und wird mit dem Ellbogen unterbunden.
Die männliche Variante sieht sich mehr als Leistungssportler im 2ten Frühling. In der engsten aufzutreibenden Badehose (denn auf Altersflecken stehen ja die 18jährigen Badechiccas ja) schmeißen sie sich in die Fluten um mal schnell 178 Bahnen zu ziehen. Eigenes Bild: Michael Groß und Franzi van Almsick wäre ich ein Vorbild. Realität: Gleiche Geschwindigkeit wie die Omas, allerdins mit der Anmut eines Spastikers auf Speed. Kommt man denen in die Quere ist ein Ausraster nicht weit. Denn sie glauben natürlich mit den 80 Cent Eintritt (mit Seniorenersparnis natürlich) haben sie das komplette Bad für sich gepachtet. Schwimmen unmöglich.
Und das Schlimmste: Man kann dem ehemaligen Volkssturm nicht entkommen, denn die haben ja den ganzen Tag Zeit!
-Die Verkehrslegastheniker
Vom typischen Opa mit Cordhut am Lenkrad seines eierschalenfarbenen Mercedes muss ich ja wohl gar nicht erst anfangen. Faustregel: Je mehr Aufkleber (Fahr nicht schneller als dein Schutzengel fliegt / Kaninchenverein Brettermoor) desto langsamer. Natürlich nur bis man zum Überholen ansetzt. Dann rutscht auch schon mal das Gaspedal aus, denn überholt wird hier schon mal gar nicht.
Schön auch auf dem Rad. Man geht so seines Weges und freut sich an Flora, Fauna und der neuen H&M Reklame, als so ein Klosterfrau-Junkie auf einen zuradelt. Also nach rechts ausgewichen. Der Typ fährt auf mich zu. Noch weiter rechts. Der Fahrer reagiert und zielt weiter auf mich. Im letzten Moment springt man zu Seite um dem suizidalen Radler auszuweichen und legt sich fast auf den Bart. Und was sagt die Pfeife: (Tonfall kann ich nicht nachmachen, so schrill kreischend) „ Nicht auf dem Radweg laufen!“ Hallo? Wo sind wir denn? Der Typ wollte ein Exempel statuieren und mich zum Krüppel machen weil ich der nicht mehr zu erkennenden Radwegsmarkierung nicht millimetergenau gefolgt bin?
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele aus dem wahren Leben. Die sollten uns genau zu denken geben. Nicht die blöde Jugend ist die Gefahr. Nein, nicht die sorgen für die Verelendung der Gesellschaft. Es sind die inkontinenten Geriatrie-Guerrillas! Denn wenn wir nicht aufpassen, dann kontrollieren die bald alles! Verlangsamen das Leben. Nehmen uns alle Freude daran. Stringtangas und essbare Unterwäsche sind dann nur noch Sachen von denen wir träumen können, denn dann gibt es nur noch Angora oder Schurwolle. Ist ja gesünder. Von bissfester Nahrung (Medium-Steak!) können wir uns verabschieden. Nur noch Pamp-Brei. Und gekochte Nieren. Führerschein unter siebzig berechtigt nur noch zum Fahren motorisierter Hollandräder.
Unternehmen wir also etwas dagegen. Keine heuchelnde Ehrfurcht vor dem Alter mehr, der Feind kämpft schließlich auch unter der Gürtellinie. Treten wir den Hackenporsche künftig vom Bürgersteig wenn er unseren Weg blockiert! Wechseln wir den Reiniger für die Dritten mit WC Tabs aus! Nehmen wir dem Satan mit Zeitung dieselbe weg und drücken im die Apothekenrundschau in die gichtigen Griffel!
Aber nur solange bis wir das Alter haben. Denn unsere Generation ist die einzig coole!!
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Der Audiogourmet empfiehlt:
02.02.2006 The Secret Machines, Foo Fighters – Alsterdorfer Sporthalle Hamburg
Endlich, nach genau 1160 Tagen Wartezeit war es wieder soweit: Die Foo Fighters spielen in Hamburg und der Christian ist dabei. Die Location hat sich leider geändert (was später noch zum Verhängnis wurde) genauso wie die Besetzung des Fan-Autos aus Lähden (was auf keinen Fall ein Verhängnis wurde).
Am 1. Tag der Ticketausgabe handelte der Audiogourmet also besonnen und ohne jeden Druck (jaaaaaaaa, Karten, lechz) und bestellte die Tickets für seine Kleinigkeit sowie Maria und Anne, Foo Figthers Fans der ersten Stunde und näher bekannt mit den Jungs von Korn, Slayer und Kastelruther Spatzen. Die restlichen üblichen Tanzmusikjünger konnten aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dabei sein, versicherten aber ausdrücklich ihren himmelsschreienden Neid. Aber ein halbes Jahr im Voraus? Vielleicht lächerlich, aber die Gefahr des schnellen Ausverkaufs war gebannt und auch noch ein Beweis für die stahlharten Nerven des C.A. Denn wer ihn näher kennt, war sich der großen Wahrscheinlichkeit bewusst, dass sich sein kraftloser Körper an eben diesem Tag aufgrund witterungsbedingter Unfällchen in wenigstens 12 Gipsverbänden befinden könnte. Aber so isser nun mal, immer volles Risiko und beim Tanken grundsätzlich die 20cm Cohiba im Mund. Ein Tausendsassa vor dem Herrn!
Irgendwann war das Warten dann vorbei (nämlich am 2.2.) und es begab sich wieder eine Karawane schöner junger Menschen aus EL in die Hansestadt. Fuchs wie er war, hat der Audiogourmet natürlich den Gentleman gespielt und sich als Fahrer angeboten. Ihm war natürlich sofort klar, dass die Mädchen das ablehnen würden und ihrerseits als Fahrer (natürlich beide, wegen der Fairness) in die Bresche springen würden. Tja, Pustekuchen! Lachend wurde das Angebot angenommen und nachdem die Beiden ihren Karton Schnaps aus dem örtlichen Konsum geholt hatten, konnte ich schon fahren. Sauber! Glücklicherweise besitzt das Abelnmobil keinen eingebauten CD-Player, so dass wir die ersten 40 Minuten großen Spaß hatten den (natürlich mit Wackelkontakt ausgestatteten) Discman zum Laufen zu bringen. Während der Fahrt wurden so ausführlich heimatliche Produkte aus dem vollen Korn konsumiert sowie das Beste aus der Gerolsteiner Quelle. Wenigstens hatte ich vorher genug Flachwitze auswendiggelernt um spontan den Eindruck eines Spinners am Steuer wach werden zu lassen. Hinter Bremen wurden die komischen Geräusche im Wagen immer lauter. Was ich zuerst für einen mittleren Motorschaden hielt, stellte dann doch bloß als der leere Magen einer gewissen Studentin aus Münster heraus (klar, bei der Mensa…). Dies im Zusammenhang mit der neuen Location in Hamburg sollte sich als tödliche Kombination herausstellen. Den natürlich fährt der Mann von Welt ohne Navi und höchstens mit nem Map24 Flyer. Wer sich aber nicht sklavisch an ihn hält, sondern mal eben der McD-Beschilderung folgt, verlässt die sichere Route und kann sie nie nie wiederfinden. Satt und orientierungslos (aber mit dickem Zeitpolster) cruisten wir dann durch Astra-City. Konnte ja nicht weit sein und soooo groß ist die Stadt nu auch nicht. Na ja, groß genug für uns. Wenn de Bur inne Stadt kümmt… Aus dem großen Zeitpolster wurde ein kleineres („ist nicht mehr weit, das find ich schon“), ein engeres („wieso nach dem Weg fragen, ist bestimmt da um die Ecke“) und dann ein verschwundenes („ok, ich fahr da zur Tanke und frage“). Die Tankwartin (das Konzert war in der Krochmannstraße) begrüßte mich mit dem Satz:“ Sie fragen jetzt auf keinen Fall nach ner Straße, die mit K anfängt!“ Anscheinend war ich schon der 11. aus dem Dorf in der Stadt. Aber wir waren in der Nähe und sogar auf dem richtigen Weg. Strike! Nach kaum 30 Minuten Parkplatzsuche (natürlich NUR Anwohnerparken auf dem Bordstein- für ca. 10.000 Zuschauer) waren wir dann da. Juhuuuuu!! Schnell noch die Idioten beiseitgedrängt, die verzweifelt um Karten bettelten (bei ebay wurden sie schon für 140€ gehandelt)und rein. Nur die 1. Band verpasst: The Secret Machines. Da sie eh keiner kannte, war es nicht weiter schlimm. Dafür sollte es gleich um so besser werden. Zum Auftakt gabs „In Your Honor“, gefolgt von „All My Life“ dem Opener vom letzten Mal. Die Show: Bombastisch! Gigantische Videoleinwände, Laser die die Halle abdeckten, im Hintergrund eine Vielzahl der unterschiedlichsten Verstärker zu einer Wand aufgebaut. Man konnte bis vor die Bühne tanzen (kein Wellenbrecher!) und auch das Publikum stimmte. Und dann die Sprüche von Dave Grohl: Er fing an, von wegen das folgende Lied würde eigentlich den Mädchen gewidmet, aber das wäre ja unfair den verschwitzten Typen gegenüber. (The only day in the year a sweatty guy gets laid). Also wem widmet man dann ein Lied?: “To the inventor of this fucking magical potion called Jägermeister!” Yeah, DAS ist Rock´n´Roll!!! Und so ging es dann weiter. Mal wurde ein aufdringlicher männlicher Groupie (You wanna suck our dicks?) bedient und und und. Natürlich wurde alle Klassiker abgefertigt und auch das neue Album (1.Seite) fand in die Setlist, so kam wohl jeder auf seine Kosten. Wirklich die beste Show der Foos ever! Wer zu „Break Out“ 1m vor der Bühne mit netten Menschen tanzt, erlebt das beste Gefühl der Welt (das 3:20 Minuten dauert mein ich). Wahnsinn!
Alles in allem ein perfekter Abend für den Audiogourmet und auch bei Maria und Anne war das Grinsen ins Gesicht zementiert. So ging es dann mit ansprechender Musik (diesmal deutsch und aus Hamburg) zurück in die Heimat. Bis zum nächsten Mal, denn es soll noch eine Akustik Tour mit den ruhigen Liedern in diversen Theatern folgen. WOW!!
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Der Audiogourmet empfiehlt:
14.01.2006 – Asthmateufel, Civilcourage, Dimple Minds – Jugendheim Lähden
Die fabelhaften, legendären, unvergleichlichen Dimple Minds nun also schon zum zweiten Mal in Lähden. Dimple Minds, ein Name wie ein Versprechen. Oder ein Verbrechen? Unzählige Pubertätserinnerungen werden da wach: An die erste gestochene Dose Karlsquell, eine kühle Badewanne voll Bier beim Zelten im Wald. Der Kumpel aus der Clique, der morgens ohne Hose auf einem Feldweg aufwacht und leicht verstört und noch leichter angezogen vormittags durch das Dorf nach Hause taumelt. Zerschrammte Gesichter, die Beweis dafür waren wie blöd die Idee doch war auf den Platten vor dem Friedhof zu pennen (nach Haus wären es ja auch noch ca. 300m gewesen!). Und zu all diesen Ereignissen spielten die Dimple Minds die Hintergrund-Musik. Mit Liedern wie „Durstige Männer“, „Blau auf dem Bau“ oder „Trinker an die Macht“ drückten sie genau unser Lebensgefühl zu dieser Zeit aus. Ein ziemlich beschränktes, von der Vorstellung das wahre Glück seien 2 Paletten Bier, recht einfaches Lebensgefühl, aber doch unseres. Groß war also die Vorfreude sie noch einmal live bei uns im Ort zu sehen. Treffen war erst mal bei Barney angesagt. Wir besaßen noch genügend Reste von Silvester (irgendsoeine Haubitze hatte die Bombenidee jeder möge zum Jahreswechsel ne Flasche mitbringen, aber bitte nix unter 30%), da wir aus heute nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen doch eher als Gedacht keinen Durst mehr hatten. Da saßen wir also zu viert und schraubten uns den Jägermeister in wenigstens eine Körperöffnung, um mit Fernet Menta nachzuspülen, damit der Tequilla-Geschmack nicht so lange im Mund bleibt. Schließlich wollten wir den Bonifatiuskern ja auch genießen, oder? In Erinnerungen schwelgend zauberten wir noch eine alte Dose Karlsquell aus der hintersten Kellerecke um feige Sau zu spielen. Feige Sau war in diesem Fall ein nicht näher benanntes, brüderliches Mitglied der Familie, der seine Lippen mit dem mehr als gut abgelagertem Dosennektar benetzen durfte. Nachdem er dann aufhörte zu schreien und wir seine chemischen Verbrennungen notdürftig behandelten, gossen wir seinen Hals notdürftig mit heißem Wachs aus um die letzten Geschmacksnerven zu retten. Kurzer Anruf beim Abdeckergesellen und die Transplantationslippen eines kürzlich verendeten Ferkels würden auch in Zukunft ein Lächeln in sein Gesicht zaubern. Karlsquell wird also nicht schlecht, egal was das Verfallsdatum einem auch einzureden versucht! Leicht angeschickert verließen wir dann auch bald das Haus und eilten forschen Schrittes Richtung Jugendheim. Unterwegs lauschten wir schon gespannt den ersten Tönen einer gar wunderbaren Melodei! Die zarten Seelen der Asthmateufel hatten schon begonnen ihren Foxtrott unters Volk zu bringen. Zart in Bezug auf ihre Stimmen. Nicht auf irgendwas anderes. Diplomatisch ausgedrückt: Der Körperbau eines jeden der Teufel erweckt den Eindruck, als würde von jedem eine Emo-/Indieband zum Frühstück frittiert. Das würde auch erklären warum man von 80% der Pfeifen nach der ersten Erwähnung in der Visions nie wieder was hört. Vielleicht kommen sie ja so an die Adressen von diesen unmuskulösen Vegetarieropfern? Schade drum ist es eh nicht. Kommt ja schließlich alles den „Stimmen“ dieser Rockgötter zugute (die Anführungszeichen deuten darauf hin, dass diese Interpreten nicht unbedingt mit Helmut Lotti zu vergleichen sind). Vorher nie gesehen, weiß man sofort, dass diese charmanten Stimmlageakrobaten nicht von ihrer Musik leben, sondern in ihrem normalen Leben Jobs wie Gehirnchirurg oder Quantenphysiker nachgehen müssen. Welch Schande für das kulturelle Erbe Deutschlands diese Blüte der klassischen Sauf- und Göbelmusik nicht angemessen zu fördern sondern das Geld lieber für irgendwelche halbgaren Leichtathleten zu verballern. Viel mehr Kinder würden von der Straße an den Tresen geholt, wo sie sicher nicht mit toten Hühnerköpfen spielen würden! Aber genug geweint. Schon bald nach dem letzten Akkord sollten sie sich zu uns in den Zuschauerraum gesellen um dem Auftritt unserer Local-Heroes, Civilcourage entsprechend zu würdigen. Diese Poeten der Gülle-Tiefebene bereicherten die Welt mit ihrem Liedgut, nicht zuletzt durch das Stück über den Zwangsmasturbierenden Dorfvoyeur oder den von vielen Mainstreambands vernachlässigtem Gully. Brilliant in Szene gesetzt spielten sie dem Publikum das Bild einer sturzbetrunkenen Garagenkapelle vor und die bis auf die Millisekunde getimten und dadurch wie zufällig erscheinenden Fehler im Spiel oder der Abmischung ließen den Kenner anerkennend den Kopf aus der Kloschüssel heben, den ein leichtsinnigerweise viel zu tief angesetzter Bierpreis dorthin befördert hatte. Alles in allem ein wunderbarer Auftritt! Nur der früher übliche Gang durch den Graben, um die willigsten Groupies mittels einer Schubkarre in die Love Unit (umgebauter Schweine- LKW) zu bringen musste anschließend ausfallen, da ein Teil der Band leichtsinnigerweise Vater oder verheiratet worden ist. Amateure! Den Auftritt der Bremer in angemessene Worte zu fassen ist schwer bis unmöglich. Sie als sturzbetrunken, hackevoll, nicht mehr Herr ihrer Sinne, sabbernde Alkoholleichen zu bezeichnen würde es nicht treffen. Ich würde eher sagen, sie waren sehr motiviert an dem Tag alles zu geben. Wo andere Bands wenn sie ganz evil (dieses Wort taucht hier extra nur für eine Person auf) sein wollen, auf der Bühne Bier direkt aus der Flasche trinken, würde es hier höchstens dazu führen, dass die Hand des Bandleaders sich jenseits deiner Rosette wiederfindet. Hier trinkt man Jägermeister aus der Flasche gegen den Durst! Bei den Frauen geht es nicht nach ihrem Aussehen, sondern ihren Leberwerten. Kaum zu glauben, dass die Dimple Minds keine Emsländer sind. Denn wo sonst schädigt man voller Absicht seinen Astralkörper in so konsequenter, selbstzerstörerischer Absicht? Sie tranken sich zur Hochform regelrecht hin! Wunderbar! Das Publikum war wie auch beim letzten Mal vollkommen hingerissen. Klassiker wurden mitgesungen (Im Suff… sind alle Frauen…, aber das hatten wir ja auch schon beim 1. Auftritt) und ein jeder war bemüht noch voller zu sein als die Band. Ein in jeder Hinsicht tollkühnes Unterfangen, dass schon zu Beginn zum scheitern verurteilt war. Aber den Versuch war es allemal wert. Ein Hoch auf die veranstaltende Landjugend und Civilcourage für den gelungenen Abend! Und ein Buh an all die Versager, die lieber zur Zeltfete gefahren sind um den Raddegöttern an der Spezitheke ein Opfer zu bringen. Whimps!
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Der Audiogourmet empfiehlt:
13.12.2005 Pale, Orange Malz – Skate Hall Osnabrück
Der Termin kam sozusagen aus heiterem Himmel. Michael und Me Myself standen in der Küche um uns gegenseitig mit abgelaufenem Schellfisch zu bewerfen, als er mich fragte: „Christian, wollen wir nachher zu Pale gehen, ein paar Bierchen trinken und schöne Musik hören, oder endlich den Weltfrieden auf die Erde bringen?“ Tja, da frage ich den geneigten Leser, wer muß da noch lange überlegen? Schnell wollten wir noch den Thomas anrufen, aber der stand schon seit einer halben Stunde vor der Tür und klingelte! Leider wollten wir keine Zeugen Jehovas werden und den Staubsauger hatten wir auch schon, aber er kam trotzdem mit. Zum Glück hatte der Audiogourmet noch genug goldene Dosen Schultenbräu aus unserem Nachbarland dabei, um den Weg zu einer niemals endenden Party zu machen, die eine viertelstunde andauerte. Denn die beiden Glückspilze aus Punkrockhausen wohnen glücklicherweise im Epizentrum der guten Musik, alle Tanztempel haben sich heimlich um unser Penthouse angesiedelt. Wie erwartet strömten die Massen gerade am Bezahl-Sklaven vorbei und auch wir lösten für ein paar Mark unseren Eintritt in froher Erwartung des Trommelfell-Orgasmus. Die 1. Vorband sagte leider aus unerfindlichen, schnellerfundenen Gründen ab, weswegen ich den Namen dieser Hurensöhne hier auf keinen Fall erwähne werde. Sterbt, Bastarde! Die zweite Combo, Orange Malz aus Münster, spielte (nach Selbstdarstellung) fast food influenced melodic punk der einem die Hose wärmer werden lässt. Ja, ich denke das kann man so stehen lassen. Sympathische Kerle mit Fußwipper-Musik. Schön. Tja, nach einer kurzen Pause, kaum ausreichend um ein bis vierundzwanzig Bier zu trinken kamen dann auch schon Pale. Juhuu, Pale!! Mitsing-Musik, geile Musik! Im Rahmen ihrer „The Lads Come To Town“ Tournee war ein Abstecher nach Osnabrück wohl nicht zu vermeiden. Gut so! Denn wenn diese Kapelle im Jahr 2006 nicht mal endlich ganz groß rauskommt, dann ist die Verschwörung der Plattenindustrie, die der Audiogourmet gerade aufklärt, wohl noch größer als gedacht. Ich sag nur, die Charts werden heimlich von Schützenfestkapellen kontrolliert die mithilfe von… aber ich schweife ab. (Mehr in meinem nächsten Buch: Heiko Bolkmöller. Biografie eines unverstandenen Schweinmelkers) Und Pale kamen nicht allein! Anscheinend hatten sie ihre Eltern mitgebracht. Kein Witz! Entweder das, oder die Typen sind sehr, sehr krank was gewisse vorlieben angeht. Natürlich wurde alles gebracht und bald sangen alle aus voller Kehle mit. Heeerrlich! Was für ein schöner Abend. Betrunken vor Glück und Bier traten wir den Heimweg an, in der Gewissheit, dass das bevorstehende Weihnachtsfest heute schon eine kleine Bescherung hatte…
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Der Audiogourmet empfiehlt:
03.12.2005 Adventure-Festival in der Nordseehalle/ Emden
Nach einer langen Pause, begründet durch einen kurzen Ausfall des sonst so gestählten Körpers des Audiogourmets, endlich wieder eine abendliche Tanzveranstaltung mit Hellbier-Ausschank. Juhuu!! Nähere Ausführungen zu den Gründen des Unfalls kann ich hier nicht machen, aber es hat viel mit dem Retten von Kindern aus einem brennnenden Waisenhaus zu tun. Wie dem auch sei, es begab sich zur adventlichen Abendstunde, dass sich im vollkommen unverschneiten Lähden eine kleine, beschauliche Gruppe gutaussehender Polka-Liebhaber einfand, um zusammen eine kleine Kaffeefahrt Richtung Ostfriesland zu unternehmen. Doch bevor es richtig losging, sollte der Abend schon (fast) wieder zu Ende sein. Denn eine besorgte Mutter erkannt die auf dem Tisch liegenden Eintrittskarten unbesehen als so wertvoll ein, dass sie sie direkt in den Müll entsorgte. Nur wenige Schlaganfälle später fanden wir sie aber wieder und nachdem Stöckchen gezogen wurde, wer die Karten mit Gulaschgeschmack oder die mit wertvoller Pansensoße bekommt, sollte es dann auch losgehen. Wir fuhren mit insgesamt 3 Wagen, was später noch für Teile der Tanzbären zum Verhängnis werden sollte. Um im Falle eines Einschneiens auf der Autobahn gerüstet zu sein, hatten wir vorher abgeklärt, dass jeder einige wichtige Lebensmittel mitbringen sollte. Komischerweise bestanden unsere Vorräte im Prinzip nur aus Schnaps und Bier. Hm. Der Gefahr eiskalt ins Auge blickend ging es dann Richtung Nordpol. Wer sich vorstellen möchte wie die dunkelste Stelle am Arsch eines Bären (bekanntlich der Ort wo nie die Sonne scheint) aussieht, der begebe sich im Winter nach Ostfriesland. Ich dachte immer die Eskimos oder Höhlenmenschen leben hart und entbehrungsreich, aber eine Region in der Grünkohl mit einem mit Speck, Grütze von Hafer oder Gerste, Rindertalg und Schweineschmalz gefülltem Mastdarm gegessen wird, ist klar dass diese Menschen vor allem heizen, indem sie sich selbst als Biogasanlage betreiben. Aber ich schweife ab. Denn während wir uns auf der Fahrt zulöteten wurden wir bereits sehnlichst erwartet. Vor der Halle stand schon ein wartender Kollege, der unsere Ankunftszeit ne Stunde früher erwartet hatte. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir seine Karte besaßen, er also nur draußen stehen konnte und frieren. Die Begrüßungsfreude war groß! Angekommen stellten wir fest, dass die erste Combo schon fast zu Ende war. Mist. „Why Tokio“ (der geneigte Leser wird sich vorstellen können wie viele Tokio Hotel Witze an diesem Punkt gemacht wurden) spielten einen schönen Ska, der für den Beginn eines Konzertes/Festivals eigentlich die beste Musik um ein wenig Stimmung in die Turnhalle zu transportieren. Egal, die Wurstbräterei zauberte auch ein Lächeln in unsere Gesichter. Und Bier. Also super freu freu, die nächste Kapelle war nicht weit. Diesmal „Pin Boys“, eine skandinavische Band, deren Erfolg in Deutschland wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, denn sie treten mit einer gar nicht mal so übel aussehenden Frontfrau auf. Und singen kann se auch noch! Na das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Genau wie die erste Band des Abends spielten sie aber nicht besonders lange, dafür aber um so lauter. Ungefähr 18 Bier aus Plastik-Eimern später war dann „4Lyn“ am Start. Die sind ja nicht so meine Freunde. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt hat der Sänger eine unangenehme Neigung zum übermäßigen Gebrauch von Kajal-Stift (siehe auch: Tokio-Hotel, Good Charlotte oder aber Green Day). Warum nur? Wenn man anziehend auf Frauen wirken will, dann doch nicht so, sondern zieht sich wie sämtliche anwesenden Ostfriesen eine Halskrause aus Räucherspeck an. Ist ja auch egal. 4Lyn mag ich halt nicht. Punkt. Aber die „Donots“! Und die waren die nächsten. Na ja, großartig was Neues haben sie nun nicht aufgefahren, aber Spaß macht es trotzdem. Wer hat schon so viele Klassiker am Start? Ingo Donot tanzte sich mal wieder die Seele aus dem Leib und gab in Front des doch sehr jungen Publikums alles. Schön! Zumal für mich das traditionelle Osnabrücker Weihnachtskonzert dieses Jahr ausfallen muß, war ich froh die Tradition wenigstens ein bisschen aufrecht zu erhalten. Schließlich und endlich der Headliner des Abends: „Die Happy“. Wunderbar! Allein schon die Anwesenheit von Marta überzeugte sämtliche männlichen Mitreisenden, dass sich die Anfahrt gelohnt hat! Sie spielten eine nette Mischung aus alten Stücken und ner Auswahl vom neuen Album. Nur die davor tanzende Menge war ein wenig komisch. Oder schon müde? War ja auch schon nach 1 Uhr. Jedenfalls war es kein Problem mit einem randvollem Bier bis in die zweite Reihe zu gehen, ohne einen Tropfen zu verschütten. Sowas hab ich noch nie erlebt. Wildes Tanzen war vorbei, nur noch genießen angesagt. Um 2 war dann auch Feierabend und alle waren auch ein bisschen froh drum. Paula fing noch nen Drumstick ein und die Hand voll Holzsplitter. Trotzdem große Freude! Fehlte nur noch die Kräfte mit ein wenig Mac- Nahrung wieder aufzufüllen. Kaum zu glauben, dass man sich in Emden so verfahren kann, aber nach nur 25 km Umweg waren wir dann auch schon da um die Fleischriegel zu inhalieren. Glücklicherweise gewann der Audiogourmet beim Monopoly noch ne Eistüte, die den Abend perfektionierte! Na ja, wenigstens für fast alle. Wie gesagt fuhren wir in getrennten Wagen hin und während sich die Normalos ein paar Bier genehmigten (und ein paar Spezi, wenige!), ließen es sich 2 blonde Brüder nicht nehmen eines der mitgereisten Mädchen dermaßen abzufüllen, dass mit der Ankunft in Emden eigentlich schon sämtliche Sinne abgestellt waren. Ob da noch Erinnerung an das Konzert bleibt ist da mal fraglich. Repekt! Also für fast alle ein gelungener Abend
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13.04.2005 The Hives - Bielefeld Ringlokschuppen
Rock´N´Roll und Bier war angesagt als wir uns an einem lauwarmen Tag mitten in der Woche im HEH trafen um statt Vorlesungen lieber was vernünftiges anzuhören. Wir (Thomas, Sebastian, Waddi und meine Wenigkeit) waren schon Stunden vorher vor Ehrfurcht vor der fast größten Kapelle der Welt erstarrt und nur eifriges schütten von Bier aus dem immer zuverlässigem Bierautomaten (mal abgesehen von Waddi, der sich in einem Zustand geistiger Umnachtung zum Fahrer erklärte) löste unsere Körper aus spastischen Freudenkrämpfen und verhalf uns dazu unsere Vorfreude durch Flatulenz zu artikulieren. Beste Vorraussetzungen also für eine längere Fahrt in einem kleinen Auto mit noch mehr (eiskaltem) Herforder. Nach einiger Unsicherheit, ob Bielefeld überhaupt existiert und wir nicht einer gigantischen Verschwörung auf den Leim gegangen sind, deren Ziel es war unsere Wimpern zu entführen und daraus Kajalstifte für den Sänger von 4Lyn zu machen, spuckten wir der Gefahr ins Auge und düsten los. Kaum 800 Pinkelpausen später das erste Ortschild. In Bielefeld verfuhren wir uns nur ca. 40 Minuten (SO groß ist die Stadt? Ich dachte immer Bielefeld = Lingen), bis wir auf die ersten Typen mit Beckstüten trafen und einfach immer in deren Richtung fuhren. Grober Fehler, wir fanden nur eine Unterführung mit Brückenpennern die uns in die Geheimnisse der Heissgemachter-Kuli-Tätowierung einwiesen. Aber dann: der Ringlokschuppen. Schon von außen ganz nett anzusehen (kann auch am Herforder gelegen haben). Noch schnell die letzten 23 Bier getrunken und rein gings. Erst mal was essen! Fleisch! Den Körper ausbalancieren. Mit ein paar Zwiebeln und viel Gyros ist jeder Gegenstand vor dem Essen zu belegen. Ein Bier gegen den Nachdurst und ab zur ersten Tanzkapelle: The D4. Wer? Kein Schnall, nie gehört, kennt keiner. Aus Neuseeland? Ah, ja. Erster Eindruck: Schön! Zweiter: Auch! Also schnell mal ein wenig getanzt, damit das Bier als Schweiß den Körper verlässt und man nicht ewig in die Aschenbecher auf der Theke pinkeln muss. Passende Musik zum passenden Zeitpunkt is nie weg! Aber alles natürlich nucr ein Vorgeschmack auf den eigentlichen Höhepunkt. Lechz. Allein der Schriftzug der Schweden in feinster Miami Vice - Porno Manier war schon königlich. Aber die Musik ein einziger Tritt in den Arsch! WOW! Hier einzelne Titel aufzuzählen die besonders hervorstechen ist eigentlich nicht drin. Und erst die Ansagen! Ich hab noch nie eine Band gesehen die so von sich selbst überzeugt ist und sich für die verfickten Könige des Planeten halten. Nur Geil! Als Krönung dann noch der neue Oberlippenbart von Pelle Almqvist (aber wo hat Dr. Matt Destruction seinen gelassen? Wandert der nachts im Tourbus wie so ein Alien- Facehugger weiter? Sehr mysteriös!) Jedenfalls 80 Minuten KICK-ASS-ACTION! Nach endlosem Bitten 3 Zugaben und dann raus. Die Rückfahrt verbrachte jeder mit einem Grinsen im Gesicht und viel Schweiß am Körper. Der Abschlußburger beim Mac in Osna (Der King hatte schon dicht, die Schweine!) saß dann für Sebastian schon nicht mehr drin, Er musste im Auto schlafen : Was für ein herrlicher Abend!
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03.07.2004 ärzte, beatsteaks, h-blockx
Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte, Ärzte!!! Ja, dem findigen Leser wird aufgefallen sein, dass ich entweder einen an der Klatsche habe, oder aber die Ärzte (aus Berlin, AUS Berlin) in Oldenburg gesehen habe und noch mehr mag als gewisse andere Leute gewisse Krajohle-Musik von tätowierten Kung-Fu Kämpfern. Nehmen wir der Einfachheit halber beides an. Natürlich war nicht nur ich in Altcastle sondern der fesche Mika, der bärtige TJ und die ausgebuffte Heike (die sich nicht mal durch den ausgebufftesten Vortrag von irgend jemandem hinters Licht führen lässt) mit ihrem Schatzi. Während Heike es vorzog in ihrer eigenen Bude zu pennen führten die männlichen Wege mal wieder in die beste Herberge Oldenhausens: Allies und Huberts WG (mit Silke). Aber Silke war nicht da, was für uns nur „Nacktbegrüßung“ bedeuten konnte. Schnell noch inner Bude ein paar Pilse gesucht und dann gings auch schon ab zum Open-Air. Nein, es war eher ein Festival, mit Megabühne und Fressschuppen etc. (und Brasil Bar). Dort haben wir dann auch gleich festgestellt, dass die H-Blöcke schon am musizieren waren was nur bedeuten konnte, dass wir Chicotrujillo verpasst hatten. Macht nix, kannte eh keiner. Die Blöcke waren so wie erwartet, spielten ab was sie so an Klassikern draufhaben und dieses eine neue Stück. Also ganz in Ordnung und die richtige Musik für ein paar weitere Pilsener (gabs in speziellen Ärzte-Bechern!). Wir standen also eher hinten und genossen das Spektakel, als plötzlich ein paar Typen meinten einen Pogo aufmachen zu müssen. Keine Sekunde später hatten die dann auch schon 40 Umstehende gegen sich. Nach dem xsten Rempler gab Mika einem dieser knüppelharten „Punkrocker“ einen dezenten Hinweis seines Missfallens und einen Schubser in die richtige Richtung. Erst mal Stress, nach „Eyh“, „Langweiler“ und ein paar Beleidigungen die an uns wie Wasser abperlten, kam dann das Killerargument: „Wir haben aber Abitur!“ Ungelogener O-Ton von einem der Typen! Heeeerrrrlich! Besser konnte der Abend nicht anfangen! Umbaupause. Beatsteaks. Heeeeeerrrrlich! Tj und Mika schien das schon nicht mehr zu schocken, da die die Musikanten schon gesehen haben, als die noch auf der Kindergarteneröffnung in Klosterholte gespielt haben (so, oder so ähnlich jedenfalls). Für mich wars mehr als gaud. Leider nicht sehr lange und vor allem auf das neue Album konzentriert, das is ja aber auch seehr in Ordnung. Nach ner guten ¾ Stunde wars vorbei und wir schauten uns fragend an. Hää? Die Ärzte schon um 8? Und dann um 10 Feierabend oder was?? Weit gefehlt!! Tatsächlich fing die BESTE BAND DER WELT (neben Mayflower) schon so früh an, aber dafür spielten sie sich die Seele aus dem Arsch. Nur Hits, ca. 3 Millarden Kostümwechsel und Gimmicks. Feuer hat ja jeder, aber ne 3 m hohe Discokugel? Brennende Verstärker? Dixie- LaOla? Geschissen! BelaFarinRod=Gott!! Neben den Stücken, die natürlich nur Bringer waren, besticht ein Ärzte Konzert am meisten durch das Gelaber dazwischen. TJ weinte immer in den Pausen vor Glück und Mika rief nur: Mehr Labern! Neben Desoxyribonukleinsäure war Fotze (oder Votze?), Ficken und Fotzenficker das am Meisten gebrauchte Wort. Um 10 gings dann los von wegen Zugabe und so. Aber nicht etwa 3 Stücke und dann is gut, nee eine Stunde wurde noch gespielt. Mit Rock´N´Roll Realschule Einlagen und allem Pi-Pa-Po Mein Glück schien nicht mehr zu toppen zu sein. Es war trocken geblieben bis „Westerland“ und dann kams auch gleich mal knüppeldicke an Schauern runter. Aber egal. Alles in allem von 8 bis 11 die Ärzte! Für mich auf jeden Fall der Höhepunkt dieses Jahres!
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23.05.2004 nofx, utters, exposies
Sonntag Abend. Osnabrück Rock City. Wieder einmal blicken die Augen der Punk-Rock-Welt gebannt auf die Metropole an der Hase. Wieder einmal zittern die Kastelruther Spatzen im Bett von Wolfgang Petry und warten gebannt auf das Ende des Bebens, dass sein Epizentrum an den Ausläufern des Teutoburger Waldes hat. Sie waren gekommen. Nur 3 Konzerte in Deutschland: 2 in der größten Kartoffelhalle Westerlohmühlens und 1 natürlich bei uns. Wie immer startet die Expedition im Wohnheim, um dann die verstreut und darbend auf uns Wartenden einzusammeln, auf dass wir uns gemeinsam in Stimmung trinken können. So kamen wir um halb 8 beim Hyde-Park an und mussten nur noch auf unsere Kollegen aus dem Emsland warten. Häuptling Halber-Liter (Sohn des Ignaz) war schon da, denn er wartete voller Sehnsucht (so dachten wir jedenfalls) auf seine Karte. Diese war gerade erst an eben jenem Tage bei uns eingetroffen, weil der Clochard der auf unsere Fahhräder aufpasst lieber den Abend mit 5 Liter Sangria verbringen wollte. So wedelten wir mit dem Ticket, nur um sofort mit einem Grinsen verkündet zu bekommen, dass der Uli schon eine Karte für satte 5 € gekauft hat. An der Einfahrt des Hyde-Parks standen nämlich so ca. 20 Superschlaue, die sich wohl gedacht haben, dass sie mit Ticket bunkern ein Geschäft machen könnten. Zwar war das Konzert tatsächlich schon 2 Monate ausverkauft, aber ne Karte wollte von denen keiner kaufen. So blieb den Idioten nix übrig die Karten für ein Drittel zu verkaufen und dafür auch noch 2 Stunden mit besoffenen Kindern, Riot-Punks und Punks in Fußballtrikots (mit Stutzen und allem Pi Pa Po!) zu verbringen. Hurraa!!! Fix noch Johannes angerufen und schon war noch einer dabei, der die Karten-Wixer ausbeuten konnte. Nach fixen anderthalb Stunden war dann auch die restliche Lähdener Verstärkung da. Superjubel Freu Freu!! Also rein. Die erste Band schon mal komplett verpasst, die zweite war natürlich das erwartete Highlight—nicht. Die hießen irgendwie was mit Euter. Glaub ich. macht ja nix, ums so schneller kam dann das was wir erwarteten. Tscha, jegliche Beschreibung kommt nicht an dass dran, was sie geboten haben. Klassiker folgte auf Hit und umgekehrt. Zwischendrin eine schöne Interaktion mit der Audience (cooles Wort) und dann die Sprüche: „Don`t hate me just because i`m beautiful“. Heeerrlich! Natürlich wurde das Publikum in den höchsten Tönen gelobt, weil es –na klar- das Beste der Tour war. Ein jeder war verzaubert. Mikas Blick deutete darauf hin, dass er in Zukunft wohl nur noch im Unterhemd spielt. Gitarrist Nummer 2 trank nur Wasser(Pussy) und beschimpfte die Securitys wegen heimlichen Rauchens (Whimp!). Auflage für den Bassisten wird wohl das erlernen des Schifferklaviers sein. Es war nicht an ein Ende zu denken. Natürlich wurde der politische Aspekt auch nicht vergessen. Sogar die Namen einiger deutscher Politiker waren dem fetten Michael bekannt. Aber er konzentriert seine Liebe ja bekanntlich lieber auf den eigenen Präsidenten. Als es dann doch so weit war lebewohl zu sagen, trieben sie dem Audiogourmet doch noch ein paar Tränen in die Augen: Wie schon so oft gewünscht, gab es endlich mal eine anständige Polka auf einem Konzert. Nein, gleich mehrere und auch einheimische Stücke wurden gespielt, das letzte in einem unglaublichen Kraftaufwand sogar an die 20 Minuten. Waaahnsin!! Als i-Tüpfelchen fing der Audiogourmet sogar ein Plektron (wie so ungefähr hundert andere). Ein kleines Highlight passierte dann noch auf dem Heimweg. Die beiden Schönlinge Chrissy und Michy wollten am Neumarkt beim Iskender noch schnell einen Mini-Döner abholen und wer war da? Ein blonder Recke, der mal eben ne Packung Döner und Fallafel (oder Falafel?), nämlich 8 an der Zahl abholen will. Für wen denn wohl? Na klar: Nofx. Leider ließ er mich in keinen reinspucken, wo ich ihm doch erklärte, dass mein sehnlichster Wunsch ist, dass Nofx meinen Speichel isst! Wäre doch auch eine Bomben-Geschichte oder: „Ey, weißt Du wer schon mal meine Rotze gefressen hat?...“ Tja, keinen Döner mehr und hungrig aber sehr sehr glücklich im Bus verschwunden.
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15.04.2004 rx bandits
Jaaa, es war ein Donnerstag und es war schon dunkel draussen. Trotzdem wollten die schönen drei noch das traute Heim verlassen und zum George Michael Look-Alike Wettbewerb fahren. Jeder hatte sich extra das Brusthaar langwachsen lassen und frönte schon seit Wochen dem Solariumsschlaf (zu Hause mit einer Nachttischlampe). Gegeelt und geschniegelt tanzten wir dann so zum Alando. Leider ließen uns dann die Türsteher nicht rein, weil wir noch diese Wette von der letzten Woche am laufen hatten (Wer schafft es am längsten nichts anderes als einen fleischfarbenen String und Mokassins zu tragen). Na ja, wat nu? Zum Glück hatte dieser Obdachlose, der seit Montag bei Michael wohnt, die rettende Idee: Wir nehmen den Linienbus, fahren zur Skatehall und hören Ska! Super, denn zufällig spielten gerade an diesem Tag rxbandits in der halfpipe. Schnell noch 3-4 abgelaufene Dosen Astra- Pils getrunken und hin. Die Vorbands waren irgendwie schon vorbei als wir ankamen (Silent Bob und den anderen Namen hab ich vergessen—nein, die zweite hieß nicht „den anderen Namen hab ich vergessen“). O-Ton Michael:“Zum Glück!“. Und so gings dann auch schon früh los. Thomas und Michael entglitten nach den ersten Stücken zwar irgendwie die Gesichtszüge, weil die Combo früher wohl „mit mehr Druck spielte“, aber der Audiogourmet war von der Instrumentalmusik beglückt! Neben der Musik boten sie aber auch noch ein schönes Bild. Der Drummer war wohl wie in jeder Kapelle der Arsch: Zog sich als erster das Shirt aus, war darunter so braun gebrannt wie es sonst wohl nur der durschnittlichste Viehhüter in Nordschottland ist und kämpfte um den Thron des Transpirationsimperators. Der Saxophonist trug eindeutig eine Perücke und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Tier von den Muppets. Der Bassist hielt dafür seinen verstorbenen Dackel in allen Ehren und begrub in wohl vor 2 Wochen in seinem Haupthaar. Der Sohn von Bruce Lee durfte den Synthie begrabschen und gleichzeitig noch Gitarre spielen! Nichtsdestotrotz (ein SUPER Wort) war es eindeutig ein sehr beglückendes Musikereignis für mindestens ein Drittel der angereisten. Höhepunkt des Abends für die beiden Snorrer war dann aber eindeutig, als Mika einen schwindsüchtigen Kohleschaufler in einem Peepshows-Shirt erblickte. Der Rest des Abends verlief dann ungefähr so: „Mit denen spielen wir bald! Wir spielen bald mit den Peepshows!! Weißt Du mit wem wir bald in GM-Hütte spielen?? Bald sind wir die Vorband von… Jo, so wars! Und wer daran zweifelt, der lade mich zu einem Sandwich bei Subways ein!
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09.03.2004 caliban, the forsaken
„Halt die Fresse!“So, aber auch nur so kann man eine um einige Zeit verspätete Review des Audiogourmets über Caliban anfangen lassen. Was sollte man auch sonst schreiben? Etwa: „In Erwartung eines Melodienreigens trafen wir uns nach einer schönen Tasse Holunderblütentee im Mehrzweckraum des Eine-Welt-Ladens um dem Konzert zugunsten von Hogar Esperanza zu lauschen“? Natürlich nicht! Zwar tranken wir auch etwas vor dem Konzert, doch das war eher nebensächlich. Unsere Aufmerksamkeit wurde schon von einer Unmenge Fleisch in Besitz genommen. Eben dieser Mount Everest des Hackfleisch( oder doch die Schneekoppe des Tofu-Erbrochenen?) sollte wieder einmal zu einem Chili verarbeitet werden, dass eines echten Mannes würdig ist. Natürlich kam es dann auch so. Da wir schon unsere meisten Geschmacksknospen durch „Wir essen Hamster-Cracker“ oder „Alster schmeckt auch gut mit Olivenöl statt Sprite“ Wettbewerbe verhunzt hatten, war die Ur- und Hauptzutat natürlich Sambal Olek. Garniert mit einigen dicken Bohnen und dem vorher erwähntem Gnadenopfer unserer tierischen Freunde schaufelten wir uns nach einer einstündigen Garzeit eine Masse in den Schlund, die auch problemlos zum asphaltieren geeignet gewesen wäre. Damit war die Vorbereitungsphase auch schon abgeschlossen. Mit nervöser Freude durch relatives Unwissen (Audiogourmet) und einer gewaltigen Gehörgangserektion (Snorre- Posse) sausten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Schallhinrichtung entgegen. Angekommen, wartete auch schon ein Vertreter der quadratischen (der Eddie) vor der Bretterbude. Alle waren wir natürlich Füchse, die die Karten schon vorher besorgt hatten, nur der Parf nicht, das dumme Schwein! Glücklicherweise stand der Schwarzmarkt direkt vor dem Eingang, so dass wir mit den ersten Anzeichen einer immensen Furzvergiftung (nähere Details zur Busfahrt müssen ja wohl nicht erwähnt werden!) auch schon vor dem Jacken-Gulag standen und uns unserer Latex-Oberbekleidung entledigten. SCHOCK! Flasche Bier 2.50 €! Weizen 3.80 €! Mist, so standen wir nur halb- betrunken neben behaarten Metal-Jüngern (natürlich alle in gelben Hosen und roten Shirts)- und uns fehlte das Geld um sich vollends zu besaufen. Thomas mußte trotzdem einen Jägermeister trinken, da die Geräusche aus seiner Rosette begannen die Leute um uns nervös zu machen. Mit ein wenig Verspätung fingen dann auch direkt Forsaken an. Auf jeden Fall die musikalische Überraschung des Abends. Druckvolle Instrumentvergewaltigungen lösten unter allen anwesenden ein zustimmendes Kopfnicken aus. Währende sich Vorne so etwas wie ein Mosh-Pit entwickelte, wippten die eingeweihten, abgeklärt allwissenden Kopfnicker sogar mit dem Fuß. Auf jeden Fall sehr schnelle, langhaarige Polka! Nächster Act Caliban. Obwohl der Audiogourmet kein Fan von ihnen ist und auch wohl nie werden wird, gefiehlen sie auf Anhieb und wussten zu überzeugen. Mehr kann ich leider nicht schreiben, da wahrscheinlich alles andere von gewissen Leuten gegen mich verwendet werden würde. Dann folgte die Pause. Eine lange Pause. PAUSE. Wir hatten genug Zeit um fast die komplette AC/DC live in München DVD zu sehen, die der Beamer auf die Bühne ballerte. Dann kam der eigentlich Hauptact. Eigentlich, weil von der Masse, der Begeisterung und dem Versuch einen Moshpit zu errichten Caliban die Gewinner des Abends waren. Nu also Soilwork. Tja, 3 Lieder mitgenommen, auf die Uhr gesehen und festgestellt, dass wir den Bus noch kriegen können, wenn wir jetzt abhauen. Fazit: 2 von 3 Bands gaud, der Abend ein Gewinn und für Thomas wäre der Abend die Krönung gewesen, hätten wir beim Einkaufen nicht den Hubertustropfen vergessen!
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22.11.2003 civilcourage,dimple minds, tweestar
Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn! Lähdens´ Ruf als Partymetropole Norddeutschlands bewahrheitet sich mal wieder auf eine Weise, die nicht mal Else Kuschinski hätte voraussehen können. Nachdem in diesem Jahr schon so beeindruckende Knallerkombos wie „Silvermoon“ oder aber die unverwechselbaren „Mayflower“ in meiner Heimat zum Stelldichein gebeten hatten, konnte ja niemand ahnen, dass dieser bunte Melodienregenbogen während der sommerlichen Kulturwoche („Schützenfest“- für alle Nichtemsländer-), noch von einem weiterem Folkloreabend im winterlichen Jugendheim überboten werden könnte. Und es war so: SIE sollten in Lähden spielen! SIE, das waren die Klangteppich-Weber während der ersten Flasche Bier, die den zarten Oberlippenflaum benetzte! SIE, das waren die gefühlvollen Chansoniers, die das Erbrechen des Kräuterlikörs zu einem Farbenspiel in allen Brauntönen machten! SIE, das waren die unberechenbaren Romantiker, die meine immerwährende Liebe zu einer kalten Flasche Bier begründeten und die Weite dieser Gefühlswelt in einen kleinen Vierzeiler mit einem Aufstoßen am Ende zu fassen vermochten. Die DIMPLE MINDS sollten im Jugendheim spielen! Nachdem wir uns in der Bude an einer oder sogar zwei Flaschen Bier erfreut hatten, stoben wir also los zum örtlichen Veranstaltungszentrum. Natürlich war der Laden komplett ausverkauft, aber die Füchse hatten sich die Karten ja als die Ersten geholt. Sich gegenseitig auf die Schulter klopfend ob dieser Bombenidee eilten wir an den Eintrittslakaien vorbei und huldigten den Göttern der Theke. Zu Anfang spielte die Tanzkapelle mit Heimvorteil „CivilCourage“. Heute sollte ihr 10jähriges Jubiläum sein (deswegen auch die Party). Gestählt durch jahrelanges Proben in einem umgebauten Schweinestall, schien ihnen nicht aufzufallen, dass alle in der Band wohl schon komplett betrunken waren. Und vor der Band auch. Egal, routiniert prügelten sie einen ihrer Hits nach dem anderen durch die Manege und frenetischer Jubel war ihnen immer sicher. Sie badeten derart im Erfolg, dass an diesem Abend die längste Schlange nicht die vor der Damentoilette war, sondern die vorm dem eigens angemietetem Tourbus inklusive Darkroom, denn ohne diesen Bus wäre wohl eine ganze Reihe Groupies sehr unbefriedigt nach Hause gegangen. Nach ihnen sollten dann die Trinker aus Bremen und drumzu spielen. Endlich! Während wir also warteten, kam es zu einem kleinen Zwischenfall, dem der Autor anfangs gar keine Bedeutung zuspielte. Wie vielleicht einige Leser meiner Kolumne wissen, die mich gar noch persönlich kennen, schwebt mir des öfteren ein Bonmot auf der Zunge und manchmal schlängelt es sich hinaus und begrüßt seine Umgebung mit einem kleinen Kommentar. Jedenfalls bedachte ich ein kleines Mädel von vielleicht 18 Lenzen mit einem Spruch, der meine versammelten Kollegen zu fesseln wusste, aber bei der Dame auf Ablehnung stieß. Leider habe ich keinen Schnall mehr was ich zu ihr sagte, ihre Reaktion jedenfalls war relativ eindeutig: Jedesmal wenn wir uns im weiteren Verlauf des Abends getroffen haben (und wir haben uns noch oft getroffen) trat sie mir mit einem Lächeln im Gesicht zwischen meine Beine, so dass ich in Zukunft viel Zeit damit verbrachte, nach einem rothaarigen Etwas im Streifenpulli zu suchen. Zurück zur Musik: Es war noch besser als erwartet. Ein klassischer Hit reihte sich an den anderen. Nur die Besten trinken aus. Durstige Männer. Prollsport. Um nur die wichtigsten zu nennen. Hatte ich insgeheim mit ein paar alten Männern auf der Bühne gerechnet (die Kombo ist ja auch nicht mehr ganz taufrisch) täuschte ich mich doch gewaltig. Die Band blieb jung und naturverbunden und schon bald hatte jeder das Gefühl, da oben ständen doch nur die altbekannten Prollos von der Trinkhalle gegenüber. Heeeeerrrlich! Die Zeit verging wie im Fluge. Gänsehautstimmung, als sie zur ersten Zugabe auf die Bühne zurückkamen und alle wie im Chor zu abgedunkeltem Licht sangen: “Im Suff, sind alle Frauen schön, sind alle Frauen schön…“ Da musste man sich schon eine Träne verkneifen. Nach der x-ten Zugabe verließen sie dann endgültig die Stage um mit dem gemeinen Volk unzählige Flaschen zu leeren. Es kam an diesem Abend schließlich noch zu nie erwarteten Verbrüderungsbesäufnissen mit den Idolen unserer Jugend. Ach ja, zum Schluß spielten dann noch Tweestar. Nett.
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20.-22.06.2003 Hurricane-Eine Beschreibung
Willkommen zur nächsten Ausgabe meiner unregelmäßigen Reviewillustrierten für Buben und Punkerinnen. Ich hoffe, meine nicht all zu blumige Wortwahl wird bei dem beherztem Mannhaften Jüngling von heute begeisterte Aufnahme finden. Als Geburtstagsgeschenk habe ich in diesem Jahr von meinen Eltern ein Campingwochenende in Norddeutschland bekommen. Glücklicherweise spielten am Rande des Campingplatzes diverse Bigbands und auch Einzelinterpreten, deren Besuch mit dem Erwerb des Campingtickets kostenfrei war. In der Hoffnung vielleicht auch meine persönlichen Favoriten (Baseball oder Silver Moon) zu sehen, behielt ich das Geschenk, anstatt es an der Grundschule für ein Pornomagazin einzutauschen. Schon am Donnerstagabend reiste meine Wenigkeit mit meiner Schwester und 18 Personen aus der Landjugend-Hochburg Herssum an. Wir glaubten uns schon in einer neun Rekordzeit am Festivalgelände und feierten uns als die tollsten Hechte der Welt, die ja am Donnerstag fahren und nicht erst am Freitag wie die anderen Idioten. Schade, Schade, es gibt wohl noch mehr Füchse auf diesem Planeten die ähnlich gedacht haben, laut www.hurricane.de so an die 17.000.Will heißen: Für die letzten 15 Kilometer haben wir 4 Stunden gebraucht. War ja nicht schlimm, es befanden sich zum Glück diverse Getränke an Bord, mit der die Zeit wie im Suff verging. Damit es auch gleich gut weitergehen konnte, setzte beim Zeltbau ein mittelschwerer Orkan ein, der nicht nur unser Zelt unter Wasser setzte, sondern auch diverse Iglus und Pavillons in unserer Nachbarschaft zum angrenzenden Waldstück brachte. Freitagmorgens, nach einer wunderschönen Nacht im Auto schien aber schon die Sonne, das Zelt war in null komma nix trocken, dafür wir in noch kürzerer Zeit um so voller. Gegen Abend, nach ein paar wunderbaren Koteletts (wir haben 280 Stück in einem Eisfaß mitgebracht) gings dann zur ersten Beschallung, nämlich Therapy?. Die Iren sind zwar schon etwas älter, dafür aber nicht leiser geworden. Als Auftakt wirklich allererste Wahl. Von Starsailor gabs dann nur noch ein bischen mit auf den Rückweg. Kann man sich wohl reintun. Abends spielten dann die Hallenfußballspieler von Tocotronic zum Platzkonzert auf. Dies aber auch nur, weil die Idioten von Zwan glücklicherweise absagen mussten (Billie Corgan ist ein Mädchen). Laut Tocotronic wohl wegen eines Todesfalls in der Familie eines Bandmitglieds. Sollte dann aber auch die einzige Absage bleiben (Juhuu!!). Schöne, handgemachte Musik, die aber wie ein Großteil aller angereisten Bands einen gewissen Mangel an Polka aufwies. Darauf folgten dann die Affen aus natürlichem Düngemittel (Office Idee für Guano Apes). Nicht unbedingt mein persönlicher Favorit, aber die Leute die es mochten, sahen sehr glücklich aus. Zum Abschluss des Abends dann die beste Band des Hurricane 2003: Coldplay. Auch wenn mir vorher von anderen Leuten gesagt wurde, dass Coldplay für ein Festival nicht geeignet wären, weil zu lahm, kann ich nur sagen, dass die meilenweit daneben liegen. Live einfach unglaublich. Wie Chris Martin in seiner Musik aufgeht und quasi in sein Piano reinkriecht – seine Wahnsinnsstimme – schwer so was in Worte zu fassen. Für mich der Höhepunkt des Wochenendes. Am nächsten Tag meiner Zusammenfassung findet man wieder unterhaltsame und erstaunliche Szenen, darunter auch Episoden anstößiger Natur, die unsere empfindsamere, weibliche Leserschaft sicher auslassen möchte. Mittags gings dann weiter mit Good Charlotte. Leider hatten die nur um die 40 Minuten Zeit, die sie dann aber auch voll nutzten. Alle Kracher wurden angespielt und es wurde auch schön artig mit dem Publikum geschnakt. Nachher gab dann noch die Möglichkeit zum Meet and Greet am Visions-Stand. Leider konnte ich nicht mehr die Möglichkeit wahrnehmen und mir von ihnen schriftlich auf meine Lackunterwäsche bestätigen zu lassen, was für eine coole Sau ich doch bin. Tja, dann eben auf dem nächsten Mayflower Konzert. Weiter gings dann mit Anouk. Die müssen in Holland wohl schon ne Nummer größer sein. Wer nicht so dicke mit den Guano Apes ist, hat mit denen vielleicht mehr Glück. Auch ne Frontfrau (die weitaus mehr abgeht als die Affenschnitte), welche nicht nur mit einer gauden Stimme gesegnet wurde. Als sie so ihre Show abzog und am Rumhüpfen war, fingen die Kerle nicht wegen der Musik mit dem Kopfnicken an (lechz). Nächste Kapelle, diesmal solo: Skin. Gänshautstimme und lesbisch (oder?). Zeit für eine kurze Nahrungsmittelaufnahme (klassisches Festivalfood: gefüllte Pizza). Apocalyptica haben wieder alles in den Arsch gerockt. Es gab sogar einen kleinen Gastauftritt des Lambretta-Leckerlies. Immer wieder schön. Highlight an Highlight: Die Godfathers of Punkrock: NOFX!! Zu anfang ein paar schöne Statements, denen man eine leichte Unzufriedenheit mit der derzeitigen Regierung der USA entnehmen konnte. Diverse Songs deuteten ebenfalls daraufhin: „idiot son of an asshole“. Von der nächsten Truppe hat man noch nie was gehört (jedenfalls ich hab sie noch nie auf der Bravo Hits gesehen). The Roots, Reggae, Rap und live Mucke. Wurden von NOFX als deren derzeitige Lieblingsband angekündigt und spielten auch so. Sie sahen alle so aus, als kämen sie ohne Umwege aus den siebzigern. Gaud!! Gegen Abend noch was zum tanzen: Seed. Die füllten mit ihrer Truppe erst mal die gesamte Bühne aus und zauberten auf Anhieb eine 1a Stimmung in den Pogo-Pit. Auch seeehr geil. Der Headliner des Abends war unglaublich, nämlich die gute alte Björk. Ich selber war zwar schneller vom Gelände als man Froschfotzenleder sagen kann, aber aus den Schilderungen der anderen erfuhr ich, dass aus anfänglicher Neugier unglaubliches Entsetzen wurde. Nackte Angst trieb Horden unschuldiger Besucher in den Alkohol, um den Schrecken dieses Abends leichter vergessen zu können. Massenhinrichtungen durch die Roten Khmer in Kambodscha können nicht viel grausamer gewesen sein. Ich trank in der Zeit diverse Dosen Astra. So kam ich auch nicht dazu, Massive Attack näher unter die Lupe zu nehmen. Auf dem Weg zu den Mighty-Mighty Bosstones konnte man noch das Ende sehen. Nett. Dann die unverständlichste Entscheidung des Festivals. Warum wurden die MMB ins Zelt verbannt? Es war auf jeden Fall die Hölle los und das Zelt hätte doppelte Ausmaße haben müssen. Aber der beherzte Jüngling hilft sich selbst, gibt sich als Legasteniker und Gehörgangspastiker aus und wird von den ewig gleichen Gutmenschen sofort nach vorne gelassen. Idioten. Leuten, die nicht freiwillig auswichen, half meine Schulmädchenblase eine Entscheidung zu treffen. Viele Menschen reagieren scheinbar mit Abscheu, wenn man ihnen einen Urinregebogen zeigt(das wird insbesondere die Waschbeckenvergewaltiger aus dem HEH wundern). Geschmackvoll gekleidet spielten die MMB auch noch schöne Tanzmusik (die größte Polka-Annäherung der gesamten 3 Tage). Wie ich feststellen durfte, steht meiner Zukunft im Musikbusiness nichts mehr im Wege, da sie einen großen, wohlgenährten Jüngling beschäftigten, dessen einzige Aufgabe es scheinbar war, den Tanzbär auf Speed zu geben. Da ich Bekannte in einer unserer dörflichen Suuuper-Hardcore Band habe und deren Bandhitler mir hörig ist, dürfte das klar gehen. Studium fürn Arsch!! Ein würdiger Abschluss des Abends. Nachts am Zeltplatz dann das unglaubliche: Kennt ihr noch die Serie „Die Kinder vom Süderhof“? Da gabs doch diesen rothaarigen Jungen. Der kam Nachts bei uns an und wollte lange Blättchen haben!!Unglaublich oder? Schon sind wir am letzten Tag angekommen. Los gings diesmal im Zelt mit Kettcar. Gänsehautstimmung schon am Mittag. ALLE haben mitgesungen. Thees von Tomte war auch da und grinste während des ganzen Auftritts wie ein Honigkuchenpferd. Southside wurden von ihnen dann noch als eine debile Ansammlung von Waldorfschülern bezeichnet und der Norden in den Himmel gelobt. Noch ein Höhepunkt mit Turbonegro. Der Sänger schien etwas gereizt, weil ihm am Stuttgarter Flughafen sein Stock weggenommen wurde (ooooh). Er fluchte somit zwischen den Stücken nur auf die Flughafen Bullen und erklärte sie neben Hansa Rostock zu seinen Lieblingen. Die Turbojugend wurde natürlich zur Rettung von St. Pauli rekrutiert. Unglaublich was für eine Plauze der Mann hat! Ein Bierwampen-Gott mit dem Brüller Song: I got erection!! Millencolin!! Kein KommentaràGeil!! Counting Crows: Nach Mr. Jones und diesem anderen Ohrwurm absolut massenkompatibel und Hitradio Antenne tauglich. Schön anzuhören und eine gefüllte Pizza nebenbei macht es noch schöner. Letzte Band:Radiohead. Ich bin irgendwie nicht in der Zielgruppe. Zu schwierig, zu depri, aber vielen Leuten hat es wohl gefallen. Fazit: 3 Tage gaude Bands, 38 Flaschen Jim Beam, 35 Paletten Bier sowie diverse nichtalkoholische Getränke + Ansammlung von Superbands = Glückliche Menschen!!
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Der Audiogourmet empfiehlt:
14.05.2003 kokon
wow, einen veriss des gestrigen abends zu schreiben, ist einfacher als ein krankes huhn in einen graben zu schubsen. dabei beziehe ich das natürlich nur auf den eigentlichen "top-act" die polka-combo des wahnsinns .zu zweit bezogen wir gestern aufstellung an der extrem günstig gelegenen gerstensaftankstelle (ohne aber nur ein einziges mal diesselbe in anspruch zu nehmen--> es gibt ja zum glück "astra-alarm" in der pfandfreien 0,25l dose) und zogen unsere engen hosen pünktlich zu den ersten akkorden aus. neben uns waren eigentlich nur noch die kellner und ein derbe betrunkener clochard anwesend um in den schlund der hölle zu blicken.dann kam auch schon der parf. schon das erste stück (dem titel "das Pferd ist weg" braucht man ja wohl nichts mehr hinzufügen)war ein knackiges dissonanzfeuerwerk erster güte. mika schnitt mir geschwind meine zehennägel ab, mit deren hilfe wir unserer trommelfelle zerstochen haben, um nicht so zu enden wie der durch zwergenbräu und akustische vergewaltigung 360grad kotzende parkbankonanierer. geschwind eilte dieser nach dem stück zum sturmführer ääh bandleader der kapelle und erklärte ihm zu seinem eigenen erstaunen, dass er nach dieser grenzerfahrung sein leben komplett der streichwurst (grob) widmen werde. schon wieder ein zuschauer weniger! zweites stück/doppeltes elend: halb dem wahnsinn nahe konnte ich mir nur noch bruchstücke der lyrics mit einem käsemesser in meinen muskulösen oberschenkel ritzen. fragmente wie: "ich baue mein haus im schatten der harley davidson(+24fache wiederholung)--> stalinorgelartige bestrafung durch minutenlange refrainkonstruktionen wie "wasser-luft-kraftstoff-elektrische anlagen" konnte selbst unser durch wahnwitzige mengen bier im kopp und salzstangen in den nasenlöchern gestählter körper nicht lange ertragen. an den menschen parf kann ich mich nur noch bis um 19.58 uhr erinnern, danach existierte nur noch ein durch reflexe bestimmtes wesen, dass wie eine maggi-gewürzmischung-süchtige fortplfanzungsmaschine im erbrochenen des obdachlosen nach den resten einer nicht ganz ausgetrunkenen dose bier suchte. nach jedem stück schlug der band, die nur als verbrechen an der menschlichkeit zu bezeichnen wäre, stummer hass aus dem publikum entgegen. nach 45 minuten wurde es selbst 2 dritteln der band zu bunt: sie sucht den gnadentod von eigener hand und der leadbastard malträtierte uns nur noch ein letztes stück lang. danach kamen dann endlich tomte:guter auftritt-gaude lyrics-heeeerrliche anekdoten-korn und sprite. Fremde menschen lagen sich glücklich in den armen und machten kinder mit nordischen namen. thees und seine superfreunde gaben alles und führten den abend zu einem glücklichem ende. ratzi-fatzi gigngs dann noch zur ew-party, wo man sich dann den ersten teil des abends wegsoff (bier 99cent). gerüchte deuteten später darauf hin, das der entstellte leichnam des kokon-rädelsführers von einem wütendem mob zum zoo geschleift würde und dann den zahmen eichhörnchen als menschenopfer dargebracht wurde.
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